Selbstbewusstsein der Frauen

27 Mrz 2007, Geschrieben von Stefan Dudas in Denk-Würdig

vize-missWenn Sie heute in eine Illustrierte schauen, kommen Sie an ihnen nicht mehr vorbei: an den vollretuschierten, optimierten Bildern.

Sei dies von Frauen oder von Männern. Man liest viel in den Medien, dass das für das Selbstvertrauen von vielen Frauen ein Problem darstellt, dass immer perfekte (was ist eigentlich „perfekt“…) Frauen abgebildet sind.

Aber auch Männer „leiden“ unter dieser Erscheinung. – Nein, nicht an den perfekten Frauenbildern :-) sondern unter dem Männerbild, das immer mehr in den Medien erscheint – gebräunt mit einem Waschbrettbauch, muskulös etc…

Wenn sie solche Bilder nicht richtig einordnen können, kann daraus leicht ein schlechtes Gewissen, Ess-Störungen bis hin zu Bulimie (ca. 10% aller Frauen!; Zahlen schwanken je nach Studie…)

Im Scieneticker (http://www.scienceticker.info) habe ich folgenden Artikel dazu gelesen:

Modelfotos treffen alle Frauen
27. März 2007
Die Konfektionsgrösse hat keinen Einfluss darauf, ob sich eine Frau nach dem Betrachten eines dünnen Models unwohl fühlt oder nicht. Entsprechende Versuchsresultate präsentieren drei US-Forscherinnen im Fachblatt „Sex Roles“. Unabhängig von der eigenen Leibesfülle, verschlechterte sich die Zufriedenheit ihrer Probandinnen mit dem eigenen Körper im gleichen Masse.

„Bislang wurde angenommen, dass sich füllige Frauen schlechter fühlen als dünnere, wenn sie Darstellungen des Schlankheitsideals in den Medien sehen. Unsere Resultate stützen diese Theorie nicht“, erklärt Laurie Mintz von der University of Missouri, Columbia. Die Forscherin und ihre Kolleginnen befragten 81 Teilnehmerinnen zu ihrer Körper-Wahrnehmung, bevor und nachdem diese Magazin-Anzeigen mit oder ohne Darstellungen von Models betrachtet hatten.

„Diese unrealistischen, retuschierten oder teils im Computer erzeugten Bilder haben einen schädlichen Einfluss auf Frauen und ihr Selbstwertgefühl“, so Mintz weiter. Bislang habe man sich vor allem um solche Frauen mit einem gestörten Essverhalten oder Körperbild gesorgt. Entscheidend sei aber offenbar, ob das dünne Idealbild im Kopf vorhanden sei oder nicht.

Forschung: Emily A. Hamilton und Laurie Mintz, Department of Educational, School, and Counseling Psychology, University of Missouri, Columbia, und Susan Kashubeck-West, Division of Counseling & Family Therapy, University of Missouri, St. Louis

Veröffentlichung Sex Roles, Vol. 56(5-6), pp 397-402, DOI 10.1007/s11199-006-9178-9
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Also, liebe Frauen und Männer: entweder weniger Medien konsumieren oder einfach daran denken: mit Photoshop (Bildbearbeitungs-Software) und einem Top-Fotografen bekommt man leicht super Bilder hin… die Wahrheit sieht oft anders aus…

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