sinnbasiertes Management

Und wieder geht ein Coaching-Halbtag zu Ende.

Ich habe schon einige Coaches und Berater im Coaching gehabt. Und immer wieder habe ich das gleiche Problem festgestellt. Die fachlichen Qualitäten schienen allesamt ok. Doch die Website hat Kunden eher abgeschreckt. Die Preise waren alle viel zu tief – und das Bewusstsein, dass der Coaching-Beruf zu 80% aus Marketing besteht – fehlte ganz.
Zudem – und das sage ich jetzt aus eigener Erfahrung – betrügt man sich selber meist viel zu lange. Man glaubt an die eigenen Konzepte, daran, dass die Aussenwirkung die richtige sei.
Bei mir war die Aussenwirkung jahrelang falsch. Nur durch Hilfe meiner Partnerin kam ich auf den «richtigen» Weg. Mich selber zu sein. Das klingt einfach – ist es aber absolut nicht.
Und ich brauchte Coaches, die mir mein damaliges Konzept so richtig um die Ohren gehauen haben und neue Möglichkeiten aufgezeigt haben (danke u.a. an Michael Rossié und Stéphane Etrillard). Wenn die eigenen Vorstellungen von Experten (plausibel) torpediert werden, tut das im ersten Moment richtig, richtig weh. Aber zum Glück wurde das gemacht! Sonst würde ich heute noch vor mich hinbasteln.
In den letzten 3 Jahren habe ich mein Business auf solide Beine gestellt – auch mit der Gründung der suxess ag – und habe dazu mehr über das Business gelernt als in den 10 Jahren davor.
Und darum möchte ich meine Erfahrung (gekoppelt mit dem Wissen, der Intuition und dem Schnelldenken meiner Partnerin Sereina Schmidt) weitergeben. Klingt doch sinnvoll – oder? 

www.suxess-coach.com. – Coach sein, und gut davon leben können.

In der aktuellen Ausgabe des Schweizer Magazins «Organisator» (Magazin für KMU) – ist ein zweiseitiger Artikel von mir erschienen mit dem Titel: «Management by Sinn».
Da freue ich mich natürlich darüber… So kann ein Freitag beginnen…

Lesen kann man den Artikel hier (PDF-Download):
www.stefandudas.com/dl/Organisator_04-16_Artikel.pdf

Geld zurück Garantie?

31 Mrz 2016, Geschrieben von Stefan Dudas in Branding, sinnbasiertes Leben, sinnbasiertes Management

«Gibt es bei Ihnen eine „Geld zurück Garantie“?». Genau das wurde ich gerade in einer eMail gefragt, in der sich ein möglicher Kunde über mein Jahrescoaching informiert hat. Dazu ein Gedanke:
Natürlich begreife ich diese Frage, da mein Jahrescoaching seinen Preis hat und man dies nicht „einfach so“ bucht. Dennoch frage ich mich, ob man bei einem Arzt oder Architekten auch zuerst nach einer Geld zurück Garantie fragen würde. Wahrscheinlich nicht. Warum? Weil es im Business «normal» ist, dass man zufriedene oder begeisterte Kunden will – und wenn mal etwas nicht so läuft, wie es sollte, findet man sich immer – und sonst ist der Anbieter schnell weg vom Markt..

Die Basis für eine gute Zusammenarbeit ist, dass die Chemie stimmt. Gegenseitig. Das bedeutet, dass auch ich schon potentielle Kunden abgewiesen habe – weil das Thema oder die Chemie nicht passte. Das ist das Privileg eines Unternehmers, dass auch er auswählen darf, mit wem er arbeiten (und damit seine Zeit verbringen) möchte.

Ich hoffe, dass man sich – wenn man mein Buch gelesen, meine Videos geschaut, meine kostenlosen Podcasts gehört und meine Blogbeiträge gelesen hat – ein Bild von mir machen kann. Wie ich «ticke». Was mir wichtig ist. Und auch warum ich das tue, was ich tue. Damit wissen Sie schon mal, ob Ihnen mein Stil entspricht. Wenn ja: perfekt. Wenn nein: auch perfekt. Dann wissen Sie das schon jetzt – und verschwenden nicht ihre (und meine) Zeit.

Ist das «hart»? Nein. Ich bin nicht der Trainer oder Coach für «alle» (den gibt es generell nicht). Kann ich nicht sein, und will ich nicht sein. Ich verurteile diese Geld zurück Garantie auch gar nicht. Aber es passt nicht zu mir und meinem Anspruch von Qualität und echter Wertschätzung.

Und oft fragen genau diese Menschen nach einer «Geld-zurück-Garantie», welche allen Menschen (ungefragt) erzählen müssen, man solle nur auf das eigene Herz hören und Vertrauen ins Leben haben. Vertrauen ins Leben – aber eben nur mit einer Geld-zurück-Garantie.

Zukunft bedingt Vergangenheit.

16 Mrz 2016, Geschrieben von Stefan Dudas in Branding, sinnbasiertes Management

«Zukunft bedingt Vergangenheit.» Der Unternehmer sah mich fragend an. «Ihre Kunden möchten nicht nur alles über Ihre Dienstleistung erfahren, sie möchten vor allem Vieles über Sie erfahren. Über Ihr Unternehmen – und warum Sie Ihre Dienstleistung anbieten. Ihre Kunden müssen den Sinn dahinter erkennen. Und dazu müssen Sie erzählen, wie Sie zu diesem Thema, zu diesem Produkt oder zu Ihrer Dienstleistung gekommen sind. Sie erzählen also auch etwas über Ihre Vergangenheit.» Der Unternehmer schaut mich mit immer klarer werdendem Blick an – beginnt zu lächeln und sagt nur: «Macht Sinn. Verstanden».

Sinnbasiertes Management beginnt damit, zu klären, warum man tut, was man tut. Ob als Unternehmer oder als Mitarbeiter. Es hat damit zu tun, sich selber klarer darüber zu werden, was der Sinn hinter der eigenen Arbeit ist – und nein, es ist nicht das Geld. Das ist «nur» die schöne Folge daraus. Es geht darum, die «Marke» mit dieser Geschichte, mit diesem Inhalt zu füllen.

Sie fragen sich, warum ich oft mein Bild unter diese Berichte stelle? Weil ich mich toll finde? Auch (ich hoffe, Sie finden sich auch toll…). Hauptsächlich darum, weil in meinem Fall ICH die Marke bin. Ich bin mein «Produkt». Und darum sehen Sie es öfters bei mir… Macht das Sinn für Sie?

Ich glaube daran, dass unsere heutige Zeit nach mehr Sinn verlangt. Dass wir Dinge tun, nicht weil die Prozesse es uns vorschreiben, sondern weil wir einen echten Sinn daran sehen. Ich glaube auch daran, dass durch das Bewusstmachen des Sinns unsere gesamte Lebensqualität massgeblich verbessert wird. Darum spreche ich gerne vor vielen Menschen über das Thema Sinn. Sinn im Leben und sinnbasierte Arbeit. Und ja, es ist ein absolutes Business-Thema. Es ist wichtig, dass wir trotz der immer schneller werdenden Entwicklung, dem immer grösser werdenden Angebot an Möglichkeiten und dem stetig wachsenden Druck gesund und glücklich bleiben im Leben.

Als Unternehmer 1954 zum ersten Mal von Management by Objectives von Peter Drucker gehört haben, werden diese auch gedacht haben, was für ein «neumodischer Quatsch» das sei. Heute lernt man es in jeder Marketing-, Management- und Führungsschule. Ich glaube daran, dass «Management by Sense» (Sinn) in Zukunft wichtig sein wird. Denn durch Ziele kann ich nur führen, wenn der Mitarbeiter den Sinn darin wirklich erkannt hat. Management by Motivation geht auch nur dann richtig, wenn der Mitarbeiter den Sinn erkannt hat – sonst springt er nur Goodies nach, deren Wirkung sehr schnell verpuffen.

Weil das Leben nach Sinn verlangt.

Wenn erwachsene Menschen ganz kleine Kinder anschauen, denken und sagen sie oft, dass diese kleine Menschen «eigentlich perfekt» seien.

Irgendwann lernt das kleine Kind trotzdem von den erwachsenen Menschen, dass es nicht perfekt oder vollkommen sei – denn es soll zuerst dieses und jenes tun (gute Noten schreiben, Zimmer aufräumen, ruhig sein etc.) – erst dann ist das Kind wieder «liebenswert» und «gut».

Etwas später lernt das Kind (wenn es erwachsen geworden ist), wie man vor Menschen auftreten soll. Wo genau man die Hände zu halten hat – und wie man die Stimme moduliert, um nicht monoton zu wirken.
Es lernt auch, wie man im Business zu sein hat, damit man «erfolgreich» wird. Und wie man als Mann oder als Frau zu sein hat. Wir lernen das alles, weil wir meinen, so wie wir sind, ist nicht gut genug.

Menschen lernen aber nirgends, wie sie sich selber sein können und dass so wie diese Menschen sind, «perfekt» wäre. Wir lernen nirgends wie wir den Mut erhalten, zu uns zu stehen.

Echt-sein im Leben und im Business. Das ist wichtig.
Weil das Leben nach Sinn verlangt.