Vollblutunternehmer mit Power!

28 Apr 2015, Geschrieben von Stefan Dudas in Denk-Würdig

Ja, ich gebe es zu. Als ich zum 40. Jahr Jubiläum einer Druckerei gebucht wurde, dachte ich zuerst, da muss ich ganz «nett» sein und muss die «Wahrheit» über die Branche verschleiern. Da ich selber Typograf gelernt habe und unter anderem 5,5 Jahre in einer Medienschule Geschäftsführer war (SMI AG) – kenne ich die Grafische Branche sehr gut. Und ich habe meine Meinung dazu: Die Branche hat zum grossen Teil (natürlich gibt es sehr gute Ausnahmen) «verschlafen». Nur «Papier beschmutzen» wird immer weniger zum tragenden Geschäftsmodel.

Die «Oetterli Druck AG» in Eschenbach buchte mich also, an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen, also informierte ich mich. Wow. Neben verschiedenen Webshops (Poster, Karten, Drucksachen und Notfallarmbänder) überzeugen sie mit einer dynamischen und sympathischen Aufmachung. «Na ja, mal sehen wie die Leute so drauf sind…», dachte ich (ja, ich bin sehr kritisch…).

Oetterli-Druck–Podium_StefanDudasAls ich am letzten Samstag zum 40Jahr-Event der Oetterli Druck AG kam, war ich mehr als überrascht. Coole Location, über 170 (!) geladene Gäste, Live-Musik. Marco Oetterli (Inhaber) stellte den neuen Geschäftsbereich «wavemarketing.ch» vor. Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und mehr…

Eine Druckerei mit Logo-Jingles, einem (gut gemachten) Imagefilm, verschiedenen Online-Shops – gibt es denn sowas?

Und wenn man mit Marco oder Sofie Oetterli spricht, spürt man die Energie. «Das etwas nicht funktioniert oder misslingt ist gar nicht in meiner Denkwelt drin», sagte mir Marco Oetterli. Diese Begeisterung steckt an – auch die Kunden. Nicht umsonst kamen über 90% der eingeladenen Kunden und Partner an den Geburtstags-Event!


Liebe Druckbranche: Früher in der SMI AG (Medienschule) hatten wir «moderne» Kurse (z.B. im Jahr 2009 App-Kurse, oder natürlich Online-Marketing-Kurse). Wer besuchte diese Kurse? Selten jemand aus der Druckbranche. Die Industrie und andere Dienstleister interessierten sich für diese neuen Geschäftsfelder.

Marco Oetterli hat ursprünglich Drucker gelernt. Er hat erkannt, dass es heute (und für die Zukunft) entscheidend ist, den Status quo immer wieder zu hinterfragen. Ihm macht es scheinbar Spass an neue Entwicklungen, neue Möglicheiten und Chancen zu denken. Und er hat die Leidenschaft (und den Mut), das Druckbusiness (und alles was damit im weitesten Sinn zusammen hängt) weiter zu entwickeln. Das sind alles (mentale) «Einstellungen» die wirklich erfolgsversprechend sind!

Nein, das ist kein Werbepost – auch wenn es teilweise vielleicht so wirkt. Ich bin ganz einfach begeistert von der Firma – und der Art von Marco und Sofie Oetterli. Eine wohltuende Ausnahme in der Druckbranche.

Webinar mit Stefan Dudas

08 Apr 2015, Geschrieben von Stefan Dudas in News, Termine, Wissen

dudas_kreuterReservieren Sie sich folgendes Datum:
Mittwoch, 15. April 11 bis 12 Uhr
. Dann können Sie kostenlos an einem Webinar teilnehmen. Bequem von Ihrem Computer aus. Also auch aus dem Büro…) 😉

Citrix​ organisiert ein Thementag: «Umdenken – Veränderungen fangen im Kopf an» (mit Dirk Kreuter​ und mir).

Im interaktiven Webinar am Vormittag erfahren Sie von mir, wie Sie Ihre «persönliche Einschaltquote» erhöhen und mehr Wirkung erzielen, indem Sie sich Strategien aus der Medien-und Unterhaltungsindustrie zu Nutze machen.

Im Moment sind es schon weit über 400 Anmeldungen.
Jetzt hier kostenlos anmelden
: http://bit.ly/Geistige-Veränderung

PS: Sie haben sogar die Möglichkeit eins von drei Büchern von mir zu gewinnen – aber dazu mehr im Webinar… Ich freue mich auf Sie!

Andreas-Kuemmert

Ich habe in meinem Buch (Denken Sie doch selber!) schon über Andreas Kümmert geschrieben. Ich hatte ihn damals schon als authentischen, echten Typ beschrieben. Und natürlich kann er wirklich singen! (Ja, das ist nicht immer so bei Casting-Kandidaten).

Gestern hat er mit den Worten: «Ich bin nicht in der Verfassung, die Wahl anzunehmen» die Publikumswahl zum Siegersong für den Eurovision Song Contest 2015 in Wien abgelehnt. Pfiffe aus dem Publikum. Buhh-Rufe.

Meine Meinung dazu? Hut ab und grosses Kompliment an Ihn! Was muss das für eine Entscheidung gewesen sein, die Pubikumswahl – und damit die Chance im Eurovision Song Contest vor über 120 Mio. Zuschauern zu singen – einfach abzulehnen. Was für ein Mut braucht das, vor einem Millionenpublikum für sich selber einzustehen.

Ist es jetzt mangeldes Selbstbewusstsein? Nein! Ganz im Gegenteil. Er war sich in diesem Moment sicher sehr bewusst! Er hörte auf seine innere Stimme. Auf sein Gefühl.

Wusste er das denn nicht schon vorher – bevor er sich zur Teilnahme an diesen ESC-Auswahl-Sendungen entschlossen hat? Es ist müssig, darüber zu sinieren. Fakt ist, er hat sich entschlossen.

Und jeder, der ihn dafür jetzt verurteilt, sollte sich mal überlegen, ob er schon einmal in dieser Form für sich selber so eingestanden ist. So auf sich selber gehört hat. So viel Mut bewiesen hat. Denn er wusste, was passieren wird, und was all die Zeitungen über ihn schreiben werden…

Es geht um echt sein. Echt sein im Leben. Echt sein, bei dem was man tut.
Für mich in den letzten zwei Jahren zu DEM Thema geworden. Und es wird immer wichtiger in einer immer unechteren Welt. Andreas Kümmert: Ich wünsche Ihnen weiterhin viel echten Erfolg!

Kleider clever kaufen?

21 Jan 2015, Geschrieben von Stefan Dudas in Denk-Würdig

Ein T-Shirt für EUR 4.90? Ein Pullover für EUR 7.90? Klar. Bei den Discountern ist das «normal». Und wir wissen, dass es irgendwo produziert werden muss… Drei Modeblogger schauen sich das in Kambodscha an.

Auch wenn Sie vielleicht eine Ahnung haben, wie diese Massenware produziert wird, wird Sie dieser Film nicht unberührt lassen. Diese 13 Minuten lohnen sich!

Und nach dem Film? Denken Sie doch selber!

Dschungelcamp_StefanDudasAustralien – Tatsächlich. Elf Menschen, die man vor vielen Jahren im Fernsehen gesehen hat – und Menschen, die hoffen, dass man sie in Zukunft im Fernsehen noch sehen wird, rücken in den Dschungel ein. Überwinden ihre Ängste, indem sie aus dem Flugzeug in den Dschungel abspringen (böse Zungen behaupten, leider mit dem Fallschirm).

«Seien Sie wieder dabei, wenn es heisst, der Preis ist heiss!» Das rief früher (viel früher) Walter in der legendären (damit meine ich eigentlich nur „alten“) TV-Show «Der Preis ist heiss». Der Preis ist auch heute noch heiss im Dschungelcamp, denn gratis geht niemand in den Dschungel – ausser man ist so unfassbar «positiv», «lächelnd» unterwegs und auf der Suche nach «neuen Erfahrungen» (wie es Soap-Star Jörn Schlönvoigt beschrieb). Neue Erfahrungen? Nach «Gute Zeiten Schlechte Zeiten» ist es wahrscheinlich schon eine «neue Erfahrung» wenn man mit Ziegen-Hoden im Mund unter einer Limbo-Latte durchtanzen muss… Sowas prägt fürs Leben! Ach ja, Frau Glücksrad ist auch im Dschungel. Als Kind habe ich sie noch am Rad drehen sehen (nein, stimmt nicht, sie musste nur die Buchstaben umdrehen). Alle anderen? Kenn ich nicht. Die Tochter von jemandem, oder die Ex eines Bachelors (ohne akademische Ausbildung) etc.

Stars. Ach, Sie wissen nicht, was ein Star ist? Wikipedia meint «Unter einem Star versteht man die Rezeption (Anmerkung des Blogschreibers: Wahrnehmung) der Öffentlichkeit über prominente Persönlichkeiten, die sich durch überragende Leistungen auf einem bestimmten Gebiet hervorgetan haben.»
Überragend sind nur die Silikonkissen… Naja.

Auch in dieser Staffel freuen sich die Zuschauer auf Zickenkrieg, viel nackte Haut (die man sehr, sehr oft gar nicht sehen möchte) und «schöne» sarkastische Bemerkungen der Moderatoren. Das Zuschauer- und Einschaltqoten-Fest sei eröffnet. 7,50 Millionen Menschen (ab drei Jahren) haben gestern zugeschaut. In der «werberelevanten Zielgruppe (14 bis 49jährige) hat die Sendung «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» einen Marktanteil von 41,9 Prozent.

 

Denken Sie doch selber! Zum Beispiel mit einem guten Buch?

Blick zurück – Blick nach vorne

31 Dez 2014, Geschrieben von Stefan Dudas in Persoenliches

«Wieviel von Ihrem Leben sind Sie bereit wegzugeben? Und wieviel von Ihrem Leben sind Sie bereit einzufordern? Und wieviel mehr, wenn Sie dann Ihr Leben eingefordert haben, glauben Sie anderen geben zu können? Ich meine hier nicht nur materielle Dinge, sondern auch die Freude und das Glück, das Sie empfinden?»

Diese Zeilen sind von Neale Donald Walsch. Und er sagt perfekt aus, was ich im Moment empfinde. Ich empfinde es als grosses Privileg, das zu tun, was mir Spass macht. Und es macht mich wirklich glücklich, wenn ich zum Beispiel Feedback zu meinem Buch «Denken Sie doch selber!» erhalte und mir Menschen schreiben, dass sie dadurch wirklich ins Nachdenken kamen (und beim Lesen auch noch eine gute Zeit hatten).

Ich bin für das vergangene Jahr sehr dankbar. Für all die Menschen, die ich kennen lernen durfte – und mit denen ich entweder im «richtigen Leben» oder zum Beispiel in Facebook oder per Mail Kontakt behalte. Menschen, die mich persönlich weitergebracht haben, mit ihrem Feedback, ihren Tipps und Inspirationen. Und natürlich bin ich dankbar, dass ich nicht nur beruflich sondern auch privat so sein darf, wie ich bin. Das klingt banal? Ist es gar nicht. Viele Menschen spielen privat auch «Show». So geliebt zu werden, wie man ist – das ist wahres Glück.

Ich bin dankbar, dass ich die Chance hatte, mein erstes Buch zu veröffentlichen – dass ich also einen Verleger gefunden habe, der an mein Projekt – und schliesslich an mich glaubt. Danke Gregory!

Was mich antreibt? Ich möchte, dass noch mehr Menschen ihr echtes Potential erkennen. Aus den Alltags-Krusten herauskommen und erkennen, dass das Leben nicht nur aus einem «Job» sondern aus einer «Berufung» besteht. Ich habe Kinder in Schulen erlebt, die nicht wirklich an sich und ihre Fähigkeiten glauben. Das darf nicht sein. Denn aus diesen Kindern werden Erwachsene, die nicht an sich glauben. Die zwar vieles gut überspielen können, aber eben nicht ihr eigenes Leben leben.

Ich bin mir auch bewusst, dass ich das nicht alles verändern kann. Aber ich kann einzelne Menschen erreichen. Sei das in meinen Referaten, in Seminaren, in Coachings oder über meine Bücher. Das ist zumindest ein Anfang.

Ich persönlich freue mich sehr aufs nächste Jahr. Ich habe (wie so oft) viele Ideen und einige Projekte werden schon bald umgesetzt.

Ich wünsche Ihnen, meinen Kunden, meinen Lesern ein glückliches 2015!

Ihr Stefan Dudas
31. Dezember 2014

 

 

Was wirklich wichtig ist…

22 Dez 2014, Geschrieben von Stefan Dudas in fürs Herz, Inspiration, Persoenliches

Jose Carreras Gala in Leipzig - Aftershow PartyAlle die, die mich kennen wissen, dass ich eine musikalische Ader habe. Lang habe ich Klarinette und Saxophon gespielt – und heute spiele ich (für mich selber) noch etwas Klavier. Musik war und ist in meinem Leben sehr wichtig. Zudem liebe ich Musik mit tiefsinnigen Texten. Und darum mag ich auch Musik von Udo Jürgens. 2012 durfte ich Ihne noch einmal live in Zürich erleben.

Leider hat sein Herz gestern aufgehört zu schlagen. Mit 80 Jahren.
Sein Lebenswerk ist unglaublich. Welcher heutige Shootingstar schafft es denn noch, mehr als 5 Jahre grosse Hallen zu füllen? Udo Jürgens schaffte das fast 60 Jahre lang! Seine Lieder und seine Texte werden bleiben. Er war für mich nie einfach nur ein «Schlagersänger», sondern immer mehr. Hört man in seine Texte rein, weiss man, dass er etwas zu sagen hatte. Mal sehr kritisch, oft unterhaltsam und immer eingängig. Und was gibt es schöneres, als etwas im Leben zu hinterlassen und dazu noch Millionen von Menschen zu bewegen?

Lieber Udo Jürgens. Herzlichen Dank für Ihr grossartiges Werk. Sie haben mein Leben bereichert und Ihre Musik wird das weiterhin tun.

Ich könnte jetzt viele Lieblingslieder von ihm hier aufzählen. Ein Lied, das mich immer wieder bewegt ist «Was wirklich ist…»

Was wichtig ist, ist nicht, was man so nennt.
Nicht, was man ist und wen man alles kennt.
Ich kenn‘ die Regeln, ich beherrsch‘ das Spiel,
doch all das Wissen nützt nicht viel.
Was wirklich wichtig ist, weiß ich erst heut‘.

Was wichtig ist, das ist nicht, was du hast.
Nicht, ob dein Leben andern‘ Leuten paßt.
Ich bin vor keinem Traum zurückgescheut,
doch habe ich auch nichts bereut.
Was wirklich wichtig ist, weiß ich erst heut‘.

Generation XY unglöst…

08 Dez 2014, Geschrieben von Stefan Dudas in Denk-Würdig, Life

Generation_Y_not_lowDie Generationen werden seit längerem in «X», «Y» und «Z» eingeteilt. Nein, nach «Z» ist nicht einfach fertig und es folgen auch keine Umlaute. Nach «Z» wird die Generation Alpha «Gen A» auftauchen.

Bücher, Referate, Studien schiessen zum Boden heraus – und überall wird beschrieben, wie die jeweilige Generation genau ist. Die Generation Y (das sind die nach 1980 Geborenen) will sich selber verwirklichen. Keine Jobs «nur» um Karriere zu machen – und lieber etwas mit Sinn, damit das Familienleben in vollen Zügen erlebt und ausgekostet werden kann. Sie legen auf ein grosses Gehalt keinen Wert. Die stellen sich den Problemen und machen auch einen Führungsanspruch geltend. Wow, das wäre perfekt – und ich wäre der Erste, der jubelt. Die Generation «Z» hat nichts gegen einen implantierten Chip – und machen sich keine Gedanken über all die Daten, die sie im Netz hinterlässt…

Gleichzeitig liest man von neuesten Erhebungen (von Ernst & Young) wonach junge Menschen vom Staatsdienst träumen. 1/3 der Akademiker möchten dahin. Denn denen sei die Sicherheit am Wichtigsten. Und man liest, dass die „neue“ Generation sehr an Tradition, Familie und Sicherheit hängt… Aha…

Ich frage mich, ob all diese X-, Y- und Z-Experten nur unter ihresgleichen leben – oder ob sie auch mal «normale» Schulen besuchen. Ich unterrichte in verschiedenen Schulen (und war auch schon in Schulklassen mit Durchschnittsalter 13 – 16). Was ich dort erlebe, ist alles andere als in Kategorien fassbar. Da sind Menschen. Die einen geben sich frech, die anderen eher zurückhaltend. Es gibt Menschen, die wollen Karriere machen (und ja – liebe Gen X-, Y- und Z-Experten – auch diese stehen auf «Master»-Abschlüsse). Und ich erlebe immer wieder diese Generation Y in den Masterklassen, die eigentlich «nur» wegen dem Abschluss (dem Titel) die Ausbildung macht…

Klar werden wir durch die jeweils aktuellen Leitmedien geprägt: Früher Zeitungen, dann TV, heute Social-Media, Internet oder eine Kombination daraus. Die Werbung, die Botschaften denen wir täglich ausgesetzt sind und der Umgang, den wir mit diesen Medien pflegen, prägen uns.

Ich habe aber noch keine gravierenden Unterschiede gefunden. Ich habe mit Jugendlichen gesprochen, die aus Facebook ausgestiegen sind, und sehr darauf achten, wenige Daten im Web zu hinterlassen. Ich kenne auch 20jährige, die gehen arbeiten, weil sie einfach Geld verdienen «müssen» – und die Arbeit macht ihnen nicht wirklich Spass…

Hören wir doch auf, Menschen immer in Gruppen, Schubladen (auch Generations-Schubladen) aufteilen zu wollen. Ich habe sehr gute Freunde, die 60 Jahre alt sind – also eine «andere» Generation als ich. Die denken aber teilweise fortschrittlicher als ein 20jähriger.

Aber vielleicht hören wir halt gerne, dass die nächste Generation «anders» sei. Bessere Werte, grösseren Sinn für das Wesentliche hat – und unsere Fehler nicht wiederholt.

Schon früher gab es die Aussagen, dass die «heutige» Jugend «anders», «schwieriger», «ungezogener» oder was auch immer ist. Und ich bin überzeugt davon, dass auch die nächste Generation diese Tradition weiterführt… 😉

Moritz ist jetzt bei Max

02 Nov 2014, Geschrieben von Stefan Dudas in Denk-Würdig, fürs Herz

moritz1Wir mussten Donnerstag unseren Moritz (ein Zwergkaninchen) einschläfern lassen.  Sie fragen sich jetzt vielleicht was das Sie angeht? Schliesslich steht ja im Titel der Blogseite «Themen, die Sie weiterbringen». Ich bin der Überzeugung, dass uns Tiere immer weiterbringen – wenn wir das zulassen. (Wenn es Tiere sind, die auf uns reagieren können und zu denen wir eine Beziehung aufbauen.)

Der Bruder von Moritz – Max starb bereits vor 2,5 Jahren. Beide waren bis dahin immer Seite an Seite. Was ich von beiden lernen durfte? Mehr den Augenblick zu geniessen. Wenn ich den beiden zusehen durfte, wie sie im Garten ihre Haken geschlagen haben – einfach vor Freude – und wie sie Löwenzahn gefressen haben – sind das Bilder, die in mir heute weiterwirken und die ich niemals vergessen werde. Lebensfreude pur.

Darum bin ich sehr traurig, dass Moritz gestern sehr überraschend auch gehen musste. Auf der anderen Seite erfüllt es mich mit Freude, weil ich weiss, dass Moritz jetzt wieder bei Max ist. Seite an Seite. Und etwas Weiteres an das ich einmal mehr erinnert werde: Dankbarkeit. Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich mit Moritz und natürlich auch mit Max verbringen durfte.

Moritz – du warst grossartig – und es war schön mit dir. Danke.

Selberdenken – in der Politik.

15 Okt 2014, Geschrieben von Stefan Dudas in Denken Sie doch selber – Buch

Heute lese ich folgende Schlagzeile:

Finnischer Ministerpräsident: „Steve Jobs ist schuld“

In einem Interview mit dem Wirtschaftsblatt „Dagens Industri“ sagte Alexander Stubb (finnischer Ministerpräsident), der verstorbene Apple-Chef habe mit seinem iPhone zuerst Nokia und dann mit dem iPad auch die Papierindustrie des Landes zerstört und Arbeitsplätze vernichtet.

Dass Redbull 13 Millionen Dollar in einem Vergleich bezahlt, weil ein Kläger festgestellt hat, dass Redbull ja doch keine Flügel verleiht ist ja – gelinde gesagt – hirnrissig. Aber es ist ja genau so in Amerika passiert. Dem Land der unbegrenzten Begrenztheiten. Aber dass jetzt ein finnischer Ministerpräsident die Schuld, dass in seinem Land Arbeitsplätze verloren gegangen sind, Steve Jobs ins Grab schiebt, zeugt wirklich von mentaler Resistenz…

Was bitte schön hatte denn 2008 der damalige Nokia-CEO Kallasvuo in einem Interview gesagt? «Das iPhone sei ein Nischenprodukt». Und dass die Einstiegshürden für Apple in diesen Markt einfach zu gross seien. Genau.

Fehler passieren. Auch bei Nokia und natürlich auch bei Apple. Aber dass sich jetzt ein Politiker hinstellt und sagt, wer «schuld» sei, zeugt nicht wirklich von einem hohen Selberdenk-Wert.

 

Welchen Politikern und Unternehmern würden Sie denn gerne ein Buch mit dem Titel «Denken Sie doch selber!» überreichen?