Achtung: Twitter-Virus!

02 Jul 2009, Geschrieben von Stefan Dudas in Technik, Web-Marketing

Ist es eine Krankheit – oder eine Sucht? Seit gut einem Monat twittere ich (twitter.com/stefandudas). Und ich kann sehr viele Leute beobachten, für die es das Wichtigste ist, möglichst viele Follower (also Leute, die den eigenen Beiträgen folgen) zu haben. Da wird offen kommuniziert, dass man möglichst schnell X-Tausend Follower haben will.

Dazu drei Fragen:

– Bringt es mir was, wenn ich zwar 20’000 Leute habe, die meinen Tweets (meinen Meldungen) „folgen“, die aber vielleicht in China sitzen – oder die sich niemals mit meinen Themen befassen würden?

– Bringt es etwas – dass ich – um eben das Ziel „möglichst viele Follower“ zu errreichen, selber möglichst vielen Twitterern folge? Denn es gibt anscheinend ein „ungeschriebenes Gesetz“, dass man Leute die einem folgen, selber folgen sollte…

– Wer um alles in der Welt kann die vielen Tweets lesen, wenn man selber 2000 Leuten folgt? Also, wenn nur jeder dieser 2000 Leute täglich einmal etwas zu sagen hat (und viele sagen viel mehr …) – sind das 2000 Kurzmeldungen pro Tag! – Das kann kein Mensch lesen. Also wie kommen denn diese „Sammler“ darauf, dass die eigenen Meldungen noch gelesen werden?

Irgendwie wirft Twitter viele Menschen zurück in die Steinzeit – die Zeit der Sammler und Jäger! Ich habe mehr! Juhui!

Ich stehe dazu: Ich folge im Moment nur 30 Menschen. Die lese ich auch. Und wenn es mal über 40 sind, werde ich da wahrscheinlich stoppen und bei jedem Neuen, den ich aufnehmen will, muss einer der Bestehenden daran glauben. Und ich folge nur Leuten, die auch interessant sind für mich – nicht weil sie mir folgen…

Also: ich habe ein Gegenmittel gegen den Twitter-Virus! Gesunder Menschenverstand!

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